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Spanien: Das Land der Sonne

Organya: Hitzewelle in den spanischen Pyrenäen

Wir haben die Grenze passiert und Spanien: Das Land der Sonne erreicht. Die sonnendurchflutete Region Katalonien empfängt uns mit hohen Temperaturen. Aufgrund einer aktuellen Hitzewelle ist es sogar in den Hoch- und Zentralpyrenäen unangenehm heiß. Der 3.404 Meter hohe Pico de Aneto thront im Naturpark Posets-Maladeta und ist der höchste Berg in Spanien. Der Aufstieg erfordert gute Kondition, angemessene Ausrüstung und eine Bergführung.

Wir übernachten in Organyà ein kleines Dorf mit rund 800 Einwohnern. Dieser Ort ist bei Gleitschirmfliegern sehr beliebt, weil sie von der starken Thermik und einem beeindruckenden Blick auf die Pyrenäen profitieren können. Besonders in den Pyrenäen, wo Temperaturunterschiede zwischen Tälern und Hängen stark ausgeprägt sind, nutzen Flugzeuge, Gleitschirme und Vögel die aufsteigende warme Luft, die durch die Erwärmung der Erdoberfläche entsteht.

In der Umgebung des Dorfes gibt es mehrere Flugschulen und Startplätze. Jedes Jahr lockt im August das Internationale Gleitschirmfliegen Festival viele Piloten und Besucher an. Während wir uns im Pool abkühlen, können wir einige von ihnen am Himmel beobachten.

Unsere kurvenreiche Route

Nach drei erholsamen Tagen am Pool setzen wir unsere Reise durch die spanischen Pyrenäen fort. Während wir die kurvenreichen Straßen entlangfahren, enthüllen sich vor uns immer wieder neue, atemberaubende Aussichtspunkte. Die verschiedenen Stationen auf unserer Route zeigen sich in einer faszinierenden Vielfalt. Coll de Nargó und Abella de la Conca sind nicht nur faszinierend, sondern bieten auch einen idyllischen Rückzugsort inmitten der unberührten Natur.

Der Stausee Pantà de Sant Antoni präsentiert sich derzeit von einer anderen Seite, geprägt von einer langanhaltenden Dürre, die die Wasserreserven in der Region spürbar reduziert hat. Die lokalen Behörden haben vielfältige Maßnahmen ergriffen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Dazu gehören die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Förderung der Wassereinsparung und die aktive Suche nach alternativen Wasserquellen. Diese Bemühungen unterstreichen den Einsatz und die Anpassungsfähigkeit der Gemeinschaft an die vorherrschenden Gegebenheiten.

Nach einer kurzen Rast durchqueren wir den Berg in Sarroca de Bellera. Unsere Route führt uns nach El Pont de Suert, dann weiter nach Bisaurri und schließlich erreichen wir unseren Stellplatz in Castejón de Sos.

Die Naturlandschaft von Torla-Ordesa

Am frühen Nachmittag erreichen wir unser erstes Ziel: Torla-Ordesa. Diese idyllische Gemeinde beherbergt lediglich 309 Einwohner und erstreckt sich entlang des Flusses Ara. Der grenzbegleiteten Rio Ara ist etwa 69 km lang und berühmt für seine klaren Gewässer. Torla-Ordesa ist ein wahrer Anziehungspunkt für Wanderbegeisterte. Nur einen Katzensprung entfernt erstreckt sich der beeindruckende Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, der bereits im Jahr 1918 ins Leben gerufen wurde. Dieses geschichtsträchtige Naturschutzgebiet ist der älteste seiner Art in Spanien und umfasst vier zauberhafte Täler: das Ordesa-Tal, das Añisclo-Tal, das Pineta-Tal und das Escuaín-Tal.

Ordesa y Monte Perdido gehört zu den bekanntesten Naturschutzgebieten in Spanien. Der Reichtum an natürlichen Sehenswürdigkeiten in diesem Nationalpark ist bemerkenswert. Atemberaubende Wasserfälle, tief eingeschnittene Schluchten, erhabene Gipfel und eine vielfältige Tierwelt lassen jedes naturliebende Herz höher schlagen. Übrigens ist der Gipfel „Monte Perdido“ stolze 3.355 Meter hoch und liegt sowohl in Spanien als auch in Frankreich. Der dritthöchste Gipfel in den Pyrenäen ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger.

Embalse de Bübal: Aragoniens Stolz

In der faszinierenden Region Aragonien, deren Name bereits eine besondere Anziehungskraft hat, befindet sich der Stausee Embalse de Bübal. Dieses Juwel am Ufer des Rio Gállego beeindruckt nicht nur durch seine technische Raffinesse, sondern auch durch seine unglaubliche Schönheit.

Der Rio Gállego, ein Fluss von beachtlichen 207 Kilometern Länge, beherbergt diesen Stausee in der Nähe von Biescas. Der Embalse de Bübal erfüllt hierbei gleich zwei wichtige Funktionen: die Erzeugung von Strom und die Bewässerung der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Die schimmernden Farben des Wassers, auf dessen Oberfläche sich der Himmel und die umgebende Landschaft spiegeln, erzeugen ein zauberhaftes Farbenspiel. Dieser Stausee ist somit nicht nur ein beeindruckendes Anschauungsobjekt, sondern repräsentiert auch intelligenten Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Doch der Embalse de Bübal hat weit mehr zu bieten als seine imposante Optik. Er lockt nicht nur Technikenthusiasten an, sondern auch Naturliebhaber und Erholungssuchende. Die ruhige Atmosphäre der Umgebung schafft eine perfekte Kulisse für Aktivitäten wie Angeln, Bootsfahren und Wandern.

Unsere Erkundungsreise entlang des Rio Gállego enthüllt einen weiteren faszinierenden Schatz: den Embalse de Lanuza. Dieser Stausee, der sich unweit von Sallent de Gállego befindet, lädt zu Wassersportarten wie Kanufahren und Stand-Up-Paddling ein. Die ruhige und idyllische Atmosphäre des Embalse de Lanuza schafft die ideale Kulisse für unvergessliche Momente. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, ein Kanu für 30 € pro Stunde zu mieten und die atemberaubende Aussicht vom Wasser aus zu erleben. Das können wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Sallent de Gállego

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Dank der zuverlässigen Park4Night-App haben wir bereits unseren nächsten Stellplatz gefunden. Diese App hat uns schon mehrmals zu wunderbaren Plätzen geführt. Auch dieses Mal enttäuscht sie uns nicht. Der neue Stellplatz erweist sich als wahre Oase der Ruhe.

Im Tageslicht wird uns bewusst, dass die Schönheit dieser Berglandschaft nicht nur im Winter zur Geltung kommt. Eingebettet zwischen den Skigebieten Formigal mit seinen 137 Pistenkilometern und Panticosa mit 41 Pistenkilometern verströmt dieser Ort in der einladenden Bergkulisse eine besonders angenehme Atmosphäre.

In den schneefreien Sommermonaten wird die Gegend gerne für Wanderungen und Camping genutzt. Das leise Klingeln einiger Kuhglocken und das gelegentliche Rufen von Greifvögeln wirken irgendwie beruhigend. Ein kleiner Fluss windet sich den Hang hinab und plätschert sanft durch die Landschaft.

Während wir die Umgebung erkunden, zieht eine Herde Rinder 🐂 🐂 🐂 an uns vorbei. Wir sind beeindruckt von der Anpassungsfähigkeit dieser Tiere an die steilen und anspruchsvollen Gegebenheiten. Spanische Rinderrassen wie „Rubia Gallega“ oder „Ternera de los Pirineos“ sind für ihre hochwertige Fleischqualität bekannt. Vielleicht entdecken wir eine lokale Taverne, in der wir ein traditionelles Steak genießen können.

Fazit der letzten Tage

Ein Tagesticket für die Skisaison 2023 / 2024 kostet 54€. 

Während der Hitzewelle ist unser 110 Liter Frischwassertank zu klein. 😂 

Der Verschlussdeckel vom Wassertank darf nie wieder vergessen werden. Dank Amazon konnte ein Ersatzdeckel (Werbung) in Spanien zugestellt werden.