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Comer See: Mit der Fähre von Tremezzo nach Bellagio

Der Lago di Como ist Italiens drittgrößter See

Heute nehmen wir euch mit an den Comer See, ein gehobenes Urlaubsgebiet in der Lombardei, eingebettet in die südlichen Alpen Norditaliens. Nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore ist der Comer See Italiens drittgrößter See. Wenn man auf die Karte schaut, erinnert die Form an ein umgedrehtes Y. Schon bei der Ankunft in Tremezzo merken wir, dass das Parken hier eine kleine Herausforderung ist. Die Parkbuchten sind eher für kleinere Autos gedacht und in der Hauptsaison bestimmt komplett belegt. Auf den Straßen ist relativ viel los. Wir sind froh, dass wir unseren Floki in Tremezzo sicher abstellen können. Der Parco Civicio Teresio Olivelli ist eine wunderschöne grüne Oase. In der liebevoll gepflegten Anlage gibt es sogar eine kleine Badebucht.

Grand Hotel Tremezzo: Tradition, Luxus und Stil

Mein persönliches Highlight ist das Grand Hotel Tremezzo, ein historisches Luxushotel. Es ist wirklich beeindruckend. Eine Straße trennt das Luxushotel vom hoteleigenen Strandbereich mit Infinitypool und T-Beach-Bar. Gäste, die es etwas privater und ruhiger haben möchten, nutzen den historischen Pool in der üppigen Gartenanlage hinter dem Hotel. Wir beobachten eine Weile das bunte Treiben. Mehrere Portiers und Wagenmeister kümmern sich gerade um die An- und Abreisen. Professionell und routiniert werden die Gepäckstücke verteilt und die Luxuswagen geparkt. Die italienische Verkehrskultur ist tendenziell etwas hektischer und weniger regelkonform als in einigen anderen europäischen Ländern. Oft wird der Zebrastreifen ignoriert, selbst wenn man die Straße überqueren möchte. Weil man nicht darauf vertrauen kann, dass jedes Auto anhält, betreten die Zebrastreifen-Bodyguards mit eindeutigen Handgesten die Fahrbahn und erzwingen somit einen Halt. So werden lange Wartezeiten verhindert. Was für ein Gästeservice.

Bellagio: Die Perle des Lario

Die Fährverbindung ist eine der schönsten Möglichkeiten, um nach Bellagio überzusetzen. Etwa 15 Minuten dauert die Überfahrt. An Deck können wir die spektakuläre Aussicht und die frische Seeluft genießen. Die Italiener nennen den Como See auch gern Lario. Der Name leitet sich vom lateinischen Namen Larius ab, der während der Römerzeit für den See verwendet wurde. Bellagio liegt auf einer Halbinsel genau da, wo sich die beiden Arme des Y-förmigen Comer Sees treffen. Schon bei der Ankunft in Bellagio werden wir von der charmanten Atmosphäre verzaubert. Die labyrinthartige Altstadt aus engen, kopfsteingepflasterten Gassen ist umgeben von Boutiquen, Cafés, historischen Gebäuden und Kunstgalerien. Die Uferpromenade mit den luxuriösen Hotels und Villen bietet zahlreiche Gelegenheiten, den See und die Berge zu genießen.

Letzte Fähre ziemlich leer

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist Bellagio ein ziemlich beliebter Ort, der Touristen aus aller Welt anzieht. Deshalb kann es im Hafen besonders tagsüber ziemlich belebt sein. Trotz des Andrangs ist der Hafen gut organisiert. Am Abend zieht ein Gewitter auf. Als wir die Halbinsel verlassen, gehört uns die Fähre fast allein.

Schon gewusst?

Das Bellagio Hotel mit dem berühmten Bellagio-Brunnen in Las Vegas wurde von Steve Wynn, einem bekannten amerikanischen Unternehmer und Casinobetreiber, entworfen und eröffnet. Bei der Gestaltung und Namensgebung des Hotels ließ sich Wynn unter anderem von Bellagio am Comer See inspirieren.

In Italien existieren zwei Polizeieinheiten. Die Carabinieri wurden 1814 als militärische Polizeikraft gegründet und übernehmen heute sowohl zivile als auch militärische Aufgaben. Die Polizia di Stato wurde 1981 als zivile Polizeieinheit geschaffen, um spezifische zivile Aufgaben wie die Bekämpfung der Kriminalität in städtischen Gebieten und die Verkehrssicherheit zu übernehmen.

Um stauüberfüllte Straßen und lästige Parkplatzsuchen zu vermeiden, entdeckt man den Comer See am besten mit Booten. Neben Taxibooten und privaten Bootstouren gibt es auch die günstigere Alternative der öffentlichen Schifffahrt, die verschiedene Routen anbietet. Es gibt einfache Fahrkarten für Fahrten ohne Zwischenstopps sowie Rundfahrkarten (Tageskarten), die ideal sind, wenn man mehrere Ziele besuchen möchte.